Also Leute, und hier unsere Geschichte… Es war unglaublich schön! Wir haben es sehr genossen und wollen den Trip wiederholen!

Obwohl wir es gewohnt sind in den Alpen von Bayern zu wandern, war es diesmal das aller erste Mal, dass wir so lange in der Natur verschwanden und das mit so großen Rucksäcken…

 

Willkommen in Russland!

Wir starteten aus Deutschland schon zwei Tage eher, bevor das Abenteuer mit Pushtrail begann. Wir trafen Freunde von Yana und besuchten das Dorf ihrer Kindheit, Bobrovka.
Dazu ist nicht viel zu erzählen, außer dass es schön war die Leute zu treffen und über das Jetzt und die Vergangenheit zu quatschen.

Nach zwei Tagen rumhängen, wurden wir vom Pushtrail-Team in der Stadt Barnaul abgeholt und das Abenteuer konnte beginnen…

Die weite Landschaft Russlands, mit Wäldern und Feldern zog an uns vorbei. Wir unterhielten uns fröhlich und genossen die Fahrt mit der Legende eines Autos, der „Buhanka“. Ein Allrad Ungetüm, welches zwar langsam, dafür aber überall fährt! Man konnte schon erahnen welche Weiten auf einen warteten. Welche, mit normalen Autos unerreichbar sind… Das sollte sich tatsächlich noch bewahrheiten.

– Tiefe Wurzel von Altai –

Mit großem Staunen besuchten wir das größte Museum der Republik Altai. Es bereitete uns darauf vor, was noch vor uns liegt. Wir lernten etwas über die verschiedensten Kulturen des Berglandes und hörten über die Legenden der Geister und Schamanen, welche in der Natur Altais beheimatet sind.

Aus Respekt zu den Kräften der Natur, haben wir den Kontakt zu echten Schamanen nicht gesucht und nicht gefunden. Denn, ein Schamane, wenn er dich treffen will, ruft er dich selber.
Dafür aber, ohne es unbedingt zu wollen, hatten wir evtl. Besuch von einer Meute Berg-Geister. Dazu später mehr…

– Ritt auf der Kanonenkugel –

Über die Schnellstraße, die den legendären Spuren der Seidenstraße folgt, ging es anschließend zum Fuße der Berge in denen wir wandern werden. Nun, der Fuß ist nicht direkt an der Straße… Irgendwo im Nirgendwo, bogen wir dann in ein Dorf ab. Und dort, ja dort, wartete die nächste Legende der Fortbewegung. Ein Truck GAZ 66, liebevoll Schischiga genannt, welcher uns 2 Stunden lang erstmal richtig durchgebeutelt hat. Auf Landwegen, die jedes andere Fahrzeug schlichtweg verschlungen hätten.
Nun dann, nach 2 Stunden Ritt auf der Kanonenkugel, erreichten wir endlich den Startpunkt unserer Wanderung.

 

Die Natur ruft!

Der erste Tag unserer atemberaubenden Eindrücke war noch flankiert von Tagestouristen, welche aber nach dem 2. Tag und der Querung des ersten Kamm der Berge, von völliger Stille, dem Krächzen der Zedernraben und einem mystischen Pfeifen eines unerklärlichen Vogels in der Früh abgelöst wurden. Wir tranken aus kristallklaren Seen und Flüssen. Badeten in kühlem Nass, welches direkt den Gletschern dort entsprang und aßen Beeren und Kräuter, welche wir direkt vor Ort sammelten.
Das Gesammelte war als nette Ergänzung zu dem, was wir normalerweise aßen. Es war Essen, welches wir mitgetragen hatten, gemeinsam kochten oder genüsslich während der Wanderung vertilgten.
Man hatte das Gefühl gehabt, ein kleiner Hobbit zu sein, der alle paar Stunden mit Leckereien gemästet wurde…

– Besuch aus der anderen Welt –

Neben dem leckeren Essen, waren wir natürlich auch erschlagen von der Weitläufigkeit und des spürenden Alters dieser Gegend. Denn, die Berge gehören zu den Ältesten auf der Welt. Und so auch deren Bewohner über die es viele Legenden gibt…
Eines Nachts am Lagerfeuer, hörten wir ein Rauschen, welches immer stärker wurde. Ein Rauschen, welches wir als „moderne“ Menschen mit einen nahenden Zug oder Flugzeug vergleichen würden. Auf Nachfrage, was dies sei, erklärte unser Guide, dass die „Elipsen“ aus Wind, was Einmaliges und nur in dieser Gegend aufzutreffen sind. Diese Elipsen, so die Legenden, sind herumstreunende Berggeister…
Man hört ein weites Rauschen, klar abgegrenzt, nicht wie man es gewohnt ist vom Wind, dass er überall und gleichmäßig ist. Nein, man konnte klar orten, wie quasi ein Schwall von links nach rechts, von vorne nach hinten rauschte. Und, nicht selten traf er auf uns, schüttelte die Bäume, die Zelte durch und flüsterte uns zu. Für ein paar Sekunden, bis er weiter zog und sich von uns entfernte…
Zudem, war es noch Vollmond und manch einer hat mit dieser Kombination sehr intensive Träume erlebt…
Keiner von uns ging verloren, außer unser aller Gefühl für die Zeit. Gleich am Anfang des Trips hat man nicht mehr gewusst, wie lange man schon unterwegs ist und wo man her kam. Man verschwamm mit der Weite der Landschaft und stapfte als kleines Pünktlein im Schatten des Alters der Berge dahin.

– Naturgewalt der Berge –

Die meiste Zeit hatten wir Glück mit dem Wetter. Es war sonnig und angenehm warm. Genau richtig für das Wandern. Erst kurz vor dem Ende gaben uns die Berge eine Kostprobe ihre geballten Kräfte. Das Wetter schlug um, es wurde duster und es kam Donner mit Regen auf. Hastig passierten wir einen Pass und schlugen ein Notlager auf. Es hagelte und regnete. Es windete und wurde kalt. Die Nacht war lang und frostig…

So um 5 Uhr in der Früh, da schien es so, als ob kein Regen mehr herab kam. Wir trauten uns aus dem Zelt zu schielen und wurden von einem klaren Himmel und aufgehender Sonne begrüßt. Einzig… der Frost, der hat uns ein wenig die Morgenlaune getrübt. Herausgepellt aus den Zelten, stellten wir fest, dass diese mit einer Eisschicht überzogen waren.
Schnell Feuer gemacht, Sachen ein wenig getrocknet und weiter ging es!

Erschöpft aber glücklich kamen wir nach 70km Fußmarsch wieder bei der Schischiga an, welche uns zurück in die Zivilisation brachte.

Ein Teil unserer Eindrücke dieser ersten Etappe sind in den folgenden Fotos eingefangen….

Seid gespannt auf die nächste Erzählung!

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